Zusammenfassung: Beide Räte empfehlen die Ablehnung der Neutralitätsinitiative. Der Gegenvorschlag des Ständerats scheiterte an der Uneinigkeit mit dem Nationalrat. Die Initiative kommt ohne Gegenvorschlag vors Volk. Die SVP war die einzige grosse Partei, die die Initiative unterstützte.

Die parlamentarische Debatte erstreckte sich über zwei Sessionen (Sommer 2025, Frühjahr 2026). Die zentralen Ergebnisse:
Debattedaür: Rund 8 Stunden, 86 Redner aus allen Fraktionen [2].
Die Räte waren sich bei der Initiative einig (beide Nein), aber uneinig beim Gegenvorschlag:
| Runde | Datum | Ständerat | Nationalrat |
|---|---|---|---|
| 2. Runde | 11. März 2026 | Beharrt: 21:21 + Stichentscheid Präsident | Lehnt erneut ab |
| 3. Runde | 17./18. März | Beharrt: 23:21 | Lehnt ab: 107:80 |
Die Einigungskonferenz beantragte Nichteintreten auf den Gegenvorschlag [4]:
Beide Räte empfehlen dem Volk die Ablehnung der Initiative. Die Initiative kommt ohne direkten Gegenvorschlag zur Volksabstimmung.
| Partei | Initiative | Gegenvorschlag | Kernargument |
|---|---|---|---|
| SVP | Ja | Ja (taktisch) | Erfolgsmodell, Identität, Souveränität |
| SP | Nein | Nein | Sanktionsverbot untergräbt Menschenrechtspolitik |
| FDP | Nein | Nein | Wirtschaftliche Risiken, 175 Jahre flexible Neutralität |
| Die Mitte | Nein | Ja (teilweise) | Kompromissversuch via Gegenvorschlag |
| Grüne | Nein | Nein | Isolation statt Kooperation |
| GLP | Nein | Ja (teilweise) | Aussenpolitische Flexibilität nötig |
[1] swissinfo.ch (2025). Ständerat empfiehlt Neutralitätsinitiative zur Ablehnung.
SWI swissinfo.ch. [Open Access]
[2] NZZ (2026). Parlament diskutiert über Selbstverständnis der Schweiz.
Neue Zürcher Zeitung. [Open Access]
[3] swissinfo.ch (2026). Nationalrat lehnt Verfassungsartikel zur Neutralität ab.
SWI swissinfo.ch. [Open Access]
[4] swissinfo.ch (2026). Gegenvorschlag zur Neutralitätsinitiative ist vom Tisch.
SWI swissinfo.ch. [Open Access]
Letzte Aktualisierung: März 2026