Zusammenfassung: Ein Kernargument der Befürworter: Die Initiative schützt die Schweiz vor einer schleichenden Aufgabe der Neutralität durch Exekutiventscheide und bewahrt die aussenpolitische Unabhängigkeit. Nach dem NATO-Beitritt Finnlands und Schwedens wäre die Schweiz einer der letzten strikt neutralen Staaten.
Die Befürworter argumentieren, die NATO-Kooperation sei ohne ausreichende demokratische Legitimation intensiviert worden [1]:
Der Sanktionsentscheid vom 28. Februar 2022 war ein Bundesratsbeschluss ohne Volksabstimmung. Die Initiative würde solche Entscheide verfassungsrechtlich einschränken [2]. Hinweis: Positionspapier des Initiativkomitees
Die Schweiz ist nach den NATO-Beitritten Finnlands (2023) und Schwedens (2024) der einzige europäische Staat, der weder NATO- noch EU-Mitglied ist und strikt neutral bleibt [3].
Gegner warnen, die Initiative schränke die Handlungsfreiheit des Bundesrats in einer sich rasch verändernden Sicherheitslage unangemessen ein (siehe Nachteile: Handlungsfreiheit).
[1] VBS (2025). ITPP 2025-2028. [Open Access]
[2] neutralität-ja.ch (2024). Argumentarium. Hinweis: Positionspapier des Initiativkomitees
[3] swissinfo.ch (2025). Was will die Neutralitätsinitiative? [Open Access]
Letzte Aktualisierung: März 2026